Charles William Beebe
| Inhaltsverzeichnis |
|
2 Wirken 3 Bibliografie (Auszug) 4 Literatur 5 Weblinks |
Leben
Beebe wurde 1877 als Sohn eines Papierhändlers geboren. Durch sein Interesse für die Biologie und zahlreiche Besuche im Naturhistorischen Museum von New York gewann er die Freundschaft des dortigen Direktors, Henry Fairfield Osborn. Nach einer naturwissenschaftlichen Ausbildung an der Columbia-Universität arbeitete er ab 1899 an der ornithologischen Abteilung des Zoologischen Gartens von New York. Dort machte er sich bald einen Namen als begabter Vogelpfleger. 1902 heiratete er die Farmerstochter Mary Blair Rice aus Virginia. Diese begleitete ihn auf seinen ornithologischen Forschungsreisen. 1913 ließ sie sich von Beebe wieder scheiden, um bereits einen Tag später den Architekten Robert L. Niles zu heiraten. In der Öffentlichkeit wurde jedoch William als Verursacher der Ehekrise gebrandmarkt.Im selben Jahr übernahm Beebe die Leitung der neu gegründeten Abteilung für Tropenforschung. Für diese gründete er 1916 die erste Tropenforschungsstation in Britisch-Guyana. Später folgte eine weitere auf den Bermudas. Bei seiner ersten Expedition auf die Galápagos-Inseln bestieg er einen aktiven Vulkan und erlitt schwere Vergiftungen durch die ausströmenden Gase.
1927 heiratete er die um 25 jahre jüngere Schriftstellerin Elswyth Thane Ricker aus Vermont. Um diese Zeit begann er auch mit dem Helmtauchen, um die Tierwelt der Meere auch in ihrem natürlichen Lebensraum sehen zu können. Schließlich entwicklete er mit Otis Barton die Bathysphere, eine Tauchkugel, mit der sie zunächst die Rekordtiefe von 923 m (1934) und später von 1370 m (1948) erreichten.
Im Jahr 1944 begegnete er erstmals Rachel Carson, die das Nachwort für eines seiner Bücher verfasste. Er ermutigte sie, auch selbst Forschungen und Tauchfahrten zu unternehmen und ihre Ergebnisse zu veröffentlichen. Da die Forschungsstation auf den Bermudas im 2. Weltkrieg in einen Luftwaffenstützpunkt umgewandelt worden war, gründete Beebe unter Verwendung seiner Bücherhonorare einen neuen Stützpunkt in Trinidad. Diese Station namens Simla ist heute noch ein beliebter Treffpunkt für Ornithologen und Vogelfreunde.
1952 trat Beebe im Alter von 75 Jahren in den Ruhestand. Er starb am 4. Juni 1962 auf "seiner" Forschungsstation Simla und ist in Trinidad begraben.
Wirken
Beebe unternahm zahlreiche Expeditionen zur Beobachtung der Tierwelt. Unter anderem hat er folgende Reisen durchgeführt:- 1903: Vogelbeobachtungen in Mexico
- 1908: Venezuela und Trinidad
- 1909-11: Ferner Osten (China, Japan, Java, Borneo) zum Studium von Fasanen
- 1916: erstmals auf den Galápagos-Inseln
- um 1923: erstmals auf den Bermudas
Bald wuchs in ihm der Wunsch, in größere Tiefen vorzudringen. Dabei wollte er sich jedoch nicht in damals bereits bekannte Tauchpanzer (Skaphander) zwängen, durch welche man zwar in bis zu 100 m Tiefe vordringen konnte, aber dabei ziemlich unbeweglich war. So machte er sich auf die Suche nach einem neuen Tauchapparat. Gemeinsam mit seinem Partner, dem Techniker Otis Barton, begann er 1929 die Konstruktion der ersten Bathysphere, wie er seine Tauchkugel nach einem Tiefseefisch nannte. Im Juni 1930 unternahmen Beebe und Barton die ersten Tauchversuche vor der Küste der Bermudas; zunächst bis 76 m und dann immer tiefer, bis sie 435 m erreichten. Dabei hing die Tauchkugel mit einem Stahlseil an der Seilwinde am Trägerschiff Ready; zusätzlich wurde ein Stromkabel (für die Beleuchtung) und eine Telefonleitung (zur Kommunikation) mitgeführt. Die Sauerstoffversorgung erfolgte mit Flaschen direkt in der Tauchkapsel.
Nach diesem ersten erfolgreichen Versuch wurden weitere Verbesserungen an der Tauchkugel durchgeführt. Bei einem weiteren Versuch (dem 32. Tauchgang) am 15. August 1934 wurde die Rekordmarke von 923 m erreicht. Dieser Tiefenrekord wurde 1948 in der neu konstruierten Tauchkugel Benthoscope mit 1370 m überboten. Dabei ist allerdings nicht ganz klar, ob bei diesem Tauchgang Beebe, Barton oder beide Forscher an Bord waren.
Bei den Tauchgängen Beebes entstanden zahlreiche Skizzen und Fotos von bis dahin noch nie beobachteten Tiefseetieren. Daneben untersuchte er auch die Lichtausbreitung in verschiedenen Tiefenstufen des Meeres.
Über alle seine Expeditionen und Unternehmungen veröffentlichte Beebe zahlreiche Bücher. Das Honorar, das er damit erzielte, verwendete er unter anderem zur Finanzierung der tropischen Forschungsstationen.
Manche Zeitgenossen warfen Beebe übertriebenen Populismus vor, mit dem die Ergebnisse seiner Forschungen nicht Schritt halten können. Insbesondere der wissenschaftliche Wert seiner Tauchfahrten in große Tiefen wurde des öfteren angezweifelt.
Bibliografie (Auszug)
- William Beebe und Mary Blair Rice: Two Bird Lovers in Mexico, 1905
- William Beebe und Mary Blair Rice: Our Search For a Wilderness, 1908 (Venezuela und Trinidad)
- William Beebe und Mary Blair Rice: A Monograph of the Pheasants, entstanden als vierbändiges Werke 1912-1913, publiziert wurde jedoch 1918 nur der erste Band.
- William Beebe: Galapagos: Worlds End, 1926
- William Beebe: Half Mile down, 1934 (deutsch: 923 Meter unter dem Meeresspiegel, 1952)
- William Beebe: Adventuring with Beebe 1955, die interessantesten Erzählungen aus seinem gesamten Werk
Literatur
- Henry Welker: Natural Man. Biographie von William Beebe
Weblinks
- Biografie und vollständige Bibliografie
- Esay über den Rekordtauchversuch 1934 von William Beebe (engl.)
Die Anzeige der folgenden Tabelle (und dieser Hinweistext) werden in einigen Tagen ausgeschaltet – bitte nicht löschen!
Zur Erklärung siehe Wikipedia:Personendaten.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | {} |
| ALTERNATIVNAMEN | {-} |
| KURZBESCHREIBUNG | {} |
| GEBURTSDATUM | {} |
| GEBURTSORT | {} |
| STERBEDATUM | {-} |
| STERBEORT | {-} |