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Category Management

Idee des Category Management ist die Strukturierung einer Geschäftsstätte im stationären Einzelhandel nach dem Prinzip der Warengruppen. Diese werden im Category Management mit Hilfe von Marktforschungsanalysen der Hersteller und des Handels erstellt.

Inhaltsverzeichnis
1 Begriffsbestimmung
2 Elemente
3 Literaturhinweise
4 Weblinks

Begriffsbestimmung

Historische Entwicklung

Der Begriff des Category Management etablierte sich zu Beginn der 1990er Jahre, als insbesondere A.C. Nielsen als eines der großen Marktforschungsinstitute die führenden Hersteller- und Handelsbetriebe im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) mit der Idee der "kundenorientierten Warengruppenstruktur" auf der Basis von Handels- und Konsumentenpaneldaten konfrontierte. Dabei ist das Warengruppenmanagement im Handelsbetrieb keine neue Strömung, sondern eine Ur-Funktion im Handel. Im Gegensatz zum Warengruppenmanagement werden beim Category Management nur Teilsortimente, wie beispielsweise Fertigsuppen innerhalb der Lebensmittelabteilung, "optimiert". Das Warengruppenmanagement zielt hingegen auf das bestmögliche Sortiment am jeweiligen Standort zur Profilierung des einzelnen Handelsbetriebs.

Definition

Unter dem Begriff „Category Management“ werden in Theorie und Praxis Ansätze einer Zusammenarbeit zwischen Industrie und Handel zusammengefasst, deren wesentliches Merkmal die Steuerung von Warengruppen als strategische Geschäftseinheiten (SGE) ist. Einige Autoren sehen hierin auch "ein Instrumentarium des Handels zur strategischen und operativen Planung und Steuerung von Sortiment und Warenwirtschaft (...), das den Category Manager mit weitest gehender Verantwortung für alle einkaufs- und verkaufsbezogenen Aktivitäten für eine Category ausstattet und eine intensive, (strategisch und operativ orientierte) produktgruppenbezogene Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Handel impliziert." (Christa FELD: Category Management im Handel, Arbeitspapiere des Seminars für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Handel und Distribution an der Universität zu Köln, hrsg. v. Lothar Müller-Hagedorn, Arbeitspapier Nr. 8, Köln 1996)

Das eigentlich Neue dieses Ansatzes ist dabei die Zuordnung von Produkten zu Warengruppen in aus Sicht der Verbraucher zusammengehörige Gruppen von Produkten. So kommt es zu einer Neustrukturierung des Betriebes, weg von der Zweiteilung von Einkauf und Verkauf und hin zu einer Führung des Betriebes nach Warengruppen als strategische Geschäftseinheiten.

Zur Implementierung des Category Managements in ein Unternehmen dient der neunstufige Category Management Planungsprozess. Zur Umsetzung des Category Management Planungsprozess bieten sich dem Unternehmen hauptsächlich vier Strategien (Sortimentsgestaltung, Verkaufsförderungsaktionen, Neuproduktentwicklung und Preisgestaltung).

Der Category Management Ansatz verfolgt das Ziel, ein Unternehmen in seinen Produkten durch die vom Verbraucher individuell getroffene Auswahl des Sortiments vom Angebot anderer Handelsbetriebe zu differenzieren und so den eigenen Umsatz und Gewinn zu fördern.

Der Ansatz findet in der Konsumgüterbranche in Kombination mit dem ECR-Konzept seine häufigste Anwendung.

Elemente

Category

Warengruppen stellen entsprechend der Sortimentspyramide eine Zusammenstellung von Artikeln dar. Nach dem Ansatz des Customer Need Management werden Categories wie folgt definiert: „Produkte, von denen der Kunde glaubt, dass sie zusammengehören, werden zu einer Gruppe zusammengefasst.“ (Bruin, Fred: Category-Management bei Albert Heijn, in: DIH, 38. Jg. 1994, Nr. 6, S. 2 –6, S. 3). Da mit dem Category Management eine Kundenorientierung verfolgt werden soll, bietet sich insbesondere das Prinzip der Bedarfsorientierung zur Bildung von Sortimentseinheiten (Warengruppen, Categories) an.

Ein weiteres Kriterium der Bildung einer Category besteht in der „autonomen Einheit“. Strategische Geschäftseinheiten sind Teilbereiche der Unternehmung, die in einem unternehmungsexternen Marktsegment unabhängig von anderen Teilgebieten der Unternehmung agieren. Es ergeben sich jedoch einige Probleme bei der Bildung von Warengruppen als strategische Geschäftseinheiten im Handel:

Category Manager

Im Idealfall sollte ein Category Manager die Warengruppenverantwortung tragen. Dabei lassen die meisten Quellen im Unklaren, in welchem Betrieb (Hersteller oder Handel) der Category Manager angesiedelt sein soll. Da ein Handelsunternehmen die den Betrieb prägende Sortimentspolitik nicht ausgliedern wird, kann der Category Manager nur auf Handelsseite angesiedelt sein. Die Zusammenarbeit mit den einzelnen Herstellern soll in multifunktionalen Category Teams oder Customer Business Development Groups erfolgen, wobei deren Mitglieder teilweise im Handelsunternehmen untergebracht sind. Obwohl einige Quellen die Verschmelzung von Einkaufs- und Verkaufsaufgaben als Bereiche des Category Managers herausstellen, sehen andere Autoren die Aufgabe des Bestandsmanagements und des Einkaufs nicht als typische Bereiche des Category Managers. Als Aufgaben des Category Managers lassen sich zusammenfassen:

Category Management-Prozess

Der Category Managementprozess lässt sich in fünf Phasen gliedern:

What-if-Analysen simulieren den Erfolg von Platzierungs-, Preis- und Sortimentsänderungen. - Abgesehen von der dafür notwendigen (vergangenheitsbezogenen) Datenbasis/Erfahrungswerte ist die Wirksamkeit von Simulationsmodellen, die neben der permanenten Sortiments- und Nachfrageveränderung nicht die Wettbewerbsveränderungen berücksichtigen, fraglich.
  • Preis-Promotion-Modelle dienen vornehmlich der Ermittlung einzelner Promotions für den Artikel- und Warengruppenerfolg (beispielsweise Preissenkung, Platzierungsänderung, Zeitungsbeilagen und Radiospots).
  • Category Captain kann dann derjenige Hersteller werden, dessen Umsatz nach Einsatz der Warengruppenstrategie vergleichsweise stark hochschnellt. Ihm fällt die Aufgabe einer Beratung der Warengruppensteuerung zu. Der Category Captain hat dabei auch Wettbewerbsprodukte zu berücksichtigen. - Dies ist vor dem Hintergrund der Leistungsanforderungen an einen Vertriebs- bzw. Trademarketing-Manager äußerst fraglich, da diese für den Erfolg der vertretenen, jedoch nicht für den Erfolg von Konkurrenzprodukten vergütet werden.

    Unterstützng durch ECR

    Das Category Management wird als organisatorische Voraussetzung einer neuen Form der Zusammenarbeit zwischen Hersteller- und Handelsunternehmen betrachtet, welche eine wirtschaftsstufen-übergreifende Verbesserung der Wertschöpfung durch eine effiziente Kundenorientierung (Efficient Consumer Response; ECR) zum Ziel hat.

    Literaturhinweise

    Weblinks



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    Die Site beinhaltet Informationen des Forschungszentrums für Category Management (Universität Essen)zu Forschungsfeldern, Projekten, Veranstaltungen ... Die Site beinhaltet Informationen des Forschungszentrums für Category Management (Universität Essen)zu Forschungsfeldern, Projekten, Veranstaltungen ...
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    Computational Category Theory (part of The Computational Category Theory Project). People, activities, software. Computational Category Theory (part of The Computational Category Theory Project). People, activities, software.
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