Bonn
| Wappen | Karte |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Köln |
| Kreis: | Kreisfreie Stadt |
| Fläche: | 141,22 km² |
| Einwohner: | 313.605 (31. Dezember 2004) [1] |
| Bevölkerungsdichte: | 2.220 Einwohner/km² |
| Höhe: | 45,6-194,8 m ü. NN |
| Postleitzahlen: | 53000-53359 (alt: 5300) |
| Vorwahlen: | 0228 |
| Geografische Lage (Münsterkirche) : | {} |
| Kfz-Kennzeichen: | BN |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 14 000 |
| UN/LOCODE: | DE BON |
| Offizielle Website: | www.bonn.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeisterin: | Bärbel Dieckmann (SPD) |
| Bevölkerung | |
| (Stand: 31. Dezember 2004) | |
| Schuldenstand: | 888 Mio. € (Stand: 31. Dezember 2002) |
| Arbeitslosenquote: | 7,9 % |
| Ausländeranteil: | 13,7 % |
| Altersstruktur: | 0-18 Jahre: 16,9 % 18-65 Jahre: 66,1 % ab 65 Jahre: 17,0 % |
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Geografie
Bonn liegt im südlichsten Winkel der Kölner Bucht zwischen dem Rücken der Ville und den nördlichen Ausläufern des Siebengebirges sowie dem Mündungstrichter der Sieg zu beiden Seiten des Rheins. 30 km südlich von Köln und 60 km nördlich von Koblenz.
Die höchste Erhebung des Stadtgebiets ist der Paffelsberg im Ennert mit 194,8 m, der tiefstgelegene Punkt befindet sich an der Mündung der Sieg in den Rhein auf 45,6 m. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets in Nord-Süd-Richtung beträgt 15 km, in West-Ost-Richtung hingegen 12,5 km. Die Stadtgrenzen haben eine Länge von 61 km.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Bonn. Sie werden im Uhrzeigersinn, im Norden beginnend genannt und gehören alle mit Ausnahme von Remagen, das im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz liegt, zum nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis:
Niederkassel, Troisdorf, Sankt Augustin, Königswinter, Bad Honnef, Remagen, Wachtberg, Meckenheim, Alfter und Bornheim.
Stadtgliederung
Bonn ist unterteilt in vier Stadtbezirke, die aus mehreren Ortsteilen bestehen. Jeder Stadtbezirk hat eine eigene Bezirksvertretung mit einem Bezirksvorsteher
- Bad Godesberg: Alt-Godesberg, Friesdorf, Godesberg-Nord, Godesberg-Villenviertel, Heiderhof, Hochkreuz, Lannesdorf, Mehlem, Muffendorf, Pennenfeld, Plittersdorf, Rüngsdorf, Schweinheim
- Beuel: Beuel-Mitte, Beuel-Ost, Geislar, Hoholz, Holtorf, Holzlar, Küdinghoven, Limperich, Oberkassel, Pützchen/Bechlinghoven, Ramersdorf, Schwarzrheindorf/Vilich-Rheindorf, Vilich, Vilich-Müldorf
- Bonn: Auerberg, Bonn-Castell (bis 2003: Bonn-Nord), Bonn-Zentrum, Buschdorf, Dottendorf, Dransdorf, Endenich, Graurheindorf, Gronau, Ippendorf, Kessenich, Lessenich/Meßdorf, Nordstadt, Poppelsdorf, Röttgen, Südstadt, Tannenbusch, Ückesdorf, Venusberg, Weststadt
- Hardtberg: Brüser Berg, Duisdorf, Hardthöhe, Lengsdorf
Bevölkerung
Mit mehr als 300.000 Einwohnern gehört Bonn zu den mittleren Großstädten, aber immer noch zu den zehn größten Städten in Nordrhein-Westfalen und ist ein Oberzentrum. Die Einwohnerzahl der Stadt Bonn überschritt 1939 die 100.000-Grenze. Damit wurde sie zur Großstadt. Heute ist Bonn eine der wenigen Großstädte in Deutschland mit nach wie vor wachsender Einwohnerzahl.
Geschichte
Bonn gehört zu den ältesten Städten in Deutschland. 1989 feierte die Stadt ihren 2000. Geburtstag.
In der Zeit zwischen 16 v. Chr; und 12 v. Chr; errichteten römische Soldaten in der Ubiersiedlung Bonna ein Erkundungslager auf der linken Seite des Rheines. Diese Maßnahme stand im Zusammenhang mit der von Drusus im Jahr 12 v. Chr. begonnenen Germanienoffensive. War zu diesem Zeitpunkt die römische Präsenz in Bonna noch bescheiden, so sollte sich das nach der Niederlage der Römer unter Varus gegen die Germanen im Jahr 9 n. Chr; ändern. In den folgenden Jahrzehnten wurde dort eine Legion stationiert, die im nördlichen Bereich des heutigen Bonn ein Lager errichtete. Um das Lager herum siedelten Händler und Handwerker.
Mit dem Niedergang des römischen Reiches ging der Niedergang Bonns in der Spätantike und im frühen Mittelalter einher. In fränkischer Zeit und endgültig im 9. und 10. Jahrhundert entwickelte sich im Bereich um das Bonner Münster herum ein neuer Stadtkern, die Villa Basilika. Einen Aufschwung erhielt die Stadt durch die Entscheidung der Kölner Kurfürsten, nach ihrer Niederlage bei der Schlacht bei Worringen im Jahr 1288 Bonn zu ihrer Residenz zu machen. Die von den Kurfürsten im 17. und 18. Jahrhundert erbauten prunkvollen Bauten verliehen der Stadt ihren barocken Glanz. Mit der Besatzung durch französische Truppen endete 1794 diese Epoche.
Nach Napoleons Niederlage fiel Bonn an Preußen. Die Stadt wurde in den nächsten Jahrzehnten geprägt von der schon Ende des 18. Jahrhunderts gegründeten und 1818 wieder gegründeten Universität.
Mehr als 1000 Bonner überlebten die Zeit des Nationalsozialismus nicht, weil sie von den Nazis verfolgt wurden. Andere – Schätzungen gehen von rund 8.000 Personen aus – mussten ihre Heimatstadt verlassen, wurden verhaftet oder in Konzentrationslager gesperrt. Als am 9. März 1945 für Bonn der 2. Weltkrieg beendet war, lagen 30 % der Häuser in Trümmern und mehr als 4000 Bonner hatten infolge von Bombenangriffen oder als Soldaten bei Kampfhandlungen ihr Leben gelassen.
Nach dem 2. Weltkrieg erlebte Bonn einen rasanten Auf- und Ausbau als Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Nach dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin hat die Stadt erneut einen Wandel durchgemacht. Bundesbehörden, Verwaltungszentralen deutscher Unternehmen, internationale Organisationen und die Universität sind die Säulen dieses Strukturwandels.
- Eine ausführliche Darstellung gibt es unter Geschichte von Bonn.
Wappen
Das Wappen der Stadt Bonn zeigt in der oberen Hälfte ein schwarzes Kreuz auf silbernem Grund. Es ist das Symbol des Kurfürstentums Köln. Damit soll die enge Beziehung zwischen Bonn und den Kölner Kurfürsten zum Ausdruck gebracht werden, die in Bonn ihre Residenz hatten.
Die untere Schildhälfte zeigt einen goldenen Löwen auf rotem Grund. Der Löwe - manchmal auch Leopard genannt - ist ein altes Bonner Gerichtssymbol. Die Skulptur des Löwen stand vom Mittelalter bis zum Ende der kurfürstlichen Zeit auf dem Münsterplatz, wo heute das Denkmal von Ludwig van Beethoven steht. Dieser Platz war Versammlungsort der Bonner Gerichtsgemeinde. Die Skulptur hat heute ihren Platz im Vestibül des Bonner Rathauses gefunden.
In seiner jetzigen Form gilt das Bonner Wappen seit 1971.
Religionen
Historisch ist Bonn wie das gesamte Rheinland katholisch geprägt. In den vergangenen 75 Jahren hat sich allerdings die Konfessionszugehörigkeit der Bonner Bevölkerung erheblich verändert. Waren 1925 noch mehr als 80 % der Bonner Bevölkerung katholisch, so hat sich bis Ende der 90er Jahre der Anteil fast halbiert. Etwa 45 % der Einwohner sind heute katholisch, 25 % evangelisch, 6 % muslimisch. Fast ein Viertel der Bonner gehören einer anderen oder keiner Konfession an.
- Weitere Informationen zu den Religionsgemeinschaften in Bonn.
Eingemeindungen
In die Stadt Bonn wurden folgende ehemals selbständigen Städte und Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen eingegliedert:
- 1. Juni 1904: Poppelsdorf, Endenich, Kessenich und Dottendorf
- 1. August 1969:
- Stadt Bad Godesberg (eigener Stadtbezirk)
nach Bad Godesberg waren bereits folgende Gemeinden eingegliedert worden:- Plittersdorf und Rüngsdorf (1899)
- Friesdorf (1904)
- Muffendorf (1915)
- Lannesdorf und Mehlem (1. Juli 1935)
- Stadt Beuel (eigener Stadtbezirk)
- Ippendorf, Röttgen, Lessenich/Meßdorf, Buschdorf (zum Stadtbezirk Bonn)
- Holzlar, Hoholz, Oberkassel (zum Stadtbezirk Beuel)
- Lengsdorf und Duisdorf (zum Stadtbezirk Hardtberg)
- Stadt Bad Godesberg (eigener Stadtbezirk)
Politik
Oberbürgermeister/in
An der Spitze der Stadt Bonn standen im 12. Jahrhundert der Vogt und die zwölf Schöffen des Landesherrn. Seit 1331 sind zwei "burgermeistere" später auch ein "rat" bezeugt. Die Bürgermeister wurden vom Rat gewählt. Im Salentinischen Vertrag von 1570 wurde verordnet, dass die Stadt von zwei Scheffelbürgermeisteren und zwei Ratsbürgermeisteren verwaltet werden soll, von denen jeweils einer als "regierender Bürgermeister" die Geschäfte führte. Der Rat wurde auf fünfzehn Schöffen erhöht. Die Zusammensetzung und Kompetenz des Rates veränderte sich später mehrmals. In preußischer Zeit nach 1815 wurde Bonn Sitz eines Landkreises. An der Spitze der Stadt stand seit 1815 ein Oberbürgermeister, weiterhin gab es einen Rat.
Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen von den Bürgern gewählten "Rat der Stadt". Der wählte aus seiner Mitte den ehrenamtlichen Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt und einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1996 wurde in Nordrhein-Westfalen die Doppelspitze in den Stadtverwaltungen aufgegeben. Der Oberbürgermeister wird nun direkt gewählt. Er ist als hauptamtlicher Oberbürgermeister Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. In der Funktion als Repräsentant der Stadt wird der Oberbürgermeister in Bonn von drei Bürgermeistern vertreten. Die erste Direktwahl 1999 gewann Bärbel Dieckmann in der Stichwahl, 2004 wurde sie im ersten Wahlgang im Amt bestätigt.
Siehe auch: Liste der Oberbürgermeister und Oberstadtdirektoren von Bonn
Stadtrat
Dem Bonner Stadtrat gehören 66 Ratsfrauen und Ratsherren an. Die direkt gewählte Oberbürgermeisterin hat Stimmrecht und leitet die Sitzungen. Nach der Kommunalwahl von 2004 sitzen im Bonner Rat CDU (25 Mitglieder), SPD (19 Mitglieder), Bündnis 90/Die Grünen (11 Mitglieder), FDP (6 Mitglieder), der Bürgerbund Bonn (3 Mitglieder) und 2 fraktionslose Mitglieder.
Bei den Abstimmungen im Rat kommt es zu wechselnden Mehrheiten, weil es keine feste Koalition gibt.
Städtepartnerschaften
Die Stadt Bonn beziehungsweise der Stadtbezirk Bonn unterhält eine Städtepartnerschaft beziehungsweise Städtefreundschaft mit folgenden Städten:
- Oxford (Großbritannien), seit 1947
- Tel Aviv-Jaffa (Israel), seit 1983 Städtefreundschaft
- Potsdam (Brandenburg) seit 1988
- Budafok, XXII. Bezirk der Stadt Budapest (Ungarn), seit 1991
- Oppeln (Polen), seit 1997 Städtefreundschaft, jedoch bereits seit 1954 Patenschaft beziehungsweise Kontakte mit der Stadt
- St. Cloud (Frankreich)
- Frascati (Italien)
- Windsor and Maidenhead (Großbritannien)
- Kortrijk (Belgien)
- Yalova (Türkei) - Freundschaftsabkommen
Projektpartnerschaften
Neben Städte-Partnerschaften pflegt Bonn "Themen- und Projektpartnerschaften" zu Ulaanbaatar (Mongolei), Minsk (Weißrussland), Buchara (Usbekistan), Chengdu (Volksrepublik China)und La Paz (Bolivien).
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Bonn verfügt über eine große Zahl bedeutender Museen. Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (Bundeskunsthalle) (erbaut 1986–1992 vom Wiener Architekten Gustav Peichl) und das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gehören seit ihrer Eröffnung zu den zehn meistbesuchten Museen Deutschlands – sie locken jedes Jahr jeweils über 500.000 Besucher an, bei einzelnen Wechselausstellungen übertrifft die Bundeskunsthalle diese Zahl sogar deutlich. Beide Museen entstanden Ende der 1980er Jahre gemeinsam mit dem städtischen Kunstmuseum Bonn und werden zusammen mit dem traditionsreichen Museum Koenig als Museumsmeile vermarktet.
In Geburts-, Wohn- und Sterbehäuser bekannter Persönlichkeiten wurden Museen eingerichtet. Das gilt für das Beethoven-Geburtshaus, für das August-Macke-Haus und das Robert-Schumann-Haus.
Die Universität verfügt über zahlreiche Museen und Sammlungen. Neben dem Akademischen Kunstmuseum, das die archäologische Sammlung der Universität beherbergt, und dem Arithmeum, einer umfangreichen Sammlung von Rechenmaschinen ist hier auch noch der Botanische Garten zu nennen, der unter anderem den weltgrößten Titanenwurz pflegt.
Mittlerweile mehr als 30 Jahre ist das 1981 gegründete Frauenmuseum alt. Weltweit war es die erste Institution gleichen Namens oder vergleichbarer Zielsetzung. Heute kann das Frauenmuseum auf über 400 Ausstellungen zurückschauen und ist mit seinen umfangreichen Begleitprogrammen zu einer auch international anerkannten Institution geworden.
Das zwischen 1995 und 2003 komplett umgebaute Rheinische Landesmuseum Bonn stellt die Kunst und Kulturgeschichte des Rheinlandes seit der Frühzeit dar. Die 1995 eröffnete Bonner Zweigstelle des Deutschen Museums im Wissenschaftszentrum konzentriert sich auf deutsche Forschung und Technik seit 1945.
Bauwerke
- Bonner Münster
- Alter Zoll\ - Bastion des ehemaligen Festungsrings am Rhein
- Altes Rathaus, erbaut ab 1737 im Stil des Rokoko, das Wahrzeichen der Stadt
- Kurfürstliches Schloss - Hauptresidenz der Kurfürsten, heute Hauptgebäude der Universität
- Poppelsdorfer Schloss - Erholungsort der Kurfürsten, mit dem Stadtschloss durch eine breite Kastanienallee verbunden
- Doppelkirche von 1151 in Schwarzrheindorf
- Sterntor - stand ursprünglich an der Mündung der Sternstraße auf den Friedensplatz, wurde wegen des Baus der Straßenbahn durch die Sternstraße um 1900 abgebaut und in stark abgewandelter Form unter Einbeziehung eines Rests der Stadtmauer einige Meter versetzt am Bottlerplatz wieder aufgebaut.
- Remigiuskirche - die Brüderkirche in der Brüdergasse mit Becken, in dem Beethoven getauft wurde. Nach der Zerstörung der alten Remigiuskirche auf dem Remigiusplatz durch einen Brand ging deren Name auf die alte Brüderkirche über.
- Sterbehaus von Robert Schumann in Endenich
- Alter Friedhof - Ruhestätte vieler Persönlichkeiten wie der Mutter Beethovens, Robert und Clara Schumann
- Kreuzberg Wallfahrtskirche - erbaut 1627/28 von Christoph Wamser am Ort einer vorchristlichen Kultstätte oberhalb von Poppelsdorf. Erzbischof Clemens August erweiterte die Kirche 1746–1751 durch den Anbau der Heiligen Stiege. Architekt der Heiligen Stiege war Balthasar Neumann.
- Godesburg im Stadtbezirk Bad Godesberg
- Godesberger Rathaus - sechs verbundene Gebäude, 1792/93 durch Kurfürst Max Franz als Logierhäuser für Kurgäste erbaut
- La Redoute im Stadtbezirk Bad Godesberg - ehemaliges kurfürstliches Kammertheater, erbaut 1790–1830, heute Außenstelle des Kunstmuseums
- Bundeshaus - ehemalige pädagogische Akademie, ab 1948 vom parlamentarischen Rat und später von Bundestag und Bundesrat genutzt. Ende der 1980er Jahre wurde der Plenarsaal durch einen Neubau ersetzt, seit dem Regierungsumzug als Internationales Kongresszentrum Bundeshaus Bonn (IKBB) genutzt.
- Langer Eugen - ehemaliges Abgeordnetenhochhaus und Wahrzeichen der damaligen Bundeshauptstadt, heute durch die Vereinten Nationen genutzt.
- Wasserwerk - historisches Wasserwerk im Bundesviertel, während des Umbaus des Bundeshauses als Plenarsaal des Bundestags genutzt. Heute Teil des IKBB
- Schürmann-Bau - Funkhaus der Deutschen Welle, ursprünglich als Abgeordnetenbüro geplant, während der Bauphase durch des Rheinhochwasser 1993 schwer beschädigt.
- Post Tower, Hauptverwaltung der Deutschen Post, höchstes Bürogebäude in Nordrhein-Westfalen
- Sendemast des WDR auf dem Venusberg
Sonstige Sehenswürdigkeiten
- Rheinaue - Erholungsgebiet und Festivalgelände.
- Siebengebirge - In Nachbarschaft zu Bonn bietet dieser Naturpark viele schöne Wanderwege und Ausblicke über die Stadt.
- Volkssternwarte Bonn - Hier werden regelmäßig Führungen des Sternhimmels und der Sonne angeboten
Theater, Musik, Film
- Bonner Kinemathek
- Brotfabrik Bonn
- Contra-Kreis-Theater
- Euro Theater Central Bonn
- Haus der Springmaus
- Junges Theater Bonn
- Kleines Theater Bad Godesberg
- Orchester der Beethovenhalle Bonn]
- Pantheon Theater
- Theater der Bundesstadt Bonn mit Oper, Schauspiel und Choreographischem Theater
- Theater im Ballsaal
Regelmäßige Veranstaltungen
- Beethovenfest – dieses Jahr vom 8. September bis 2. Oktober 2005
- Biennale Bonn
- Bonn-Marathon – nächstes Jahr (2006) am 2. April
- Internationales Begegnungsfest (Rheinaue)
- Großer Rheinauen-Flohmarkt – Jeden dritten Samstag im Monat von April bis Oktober
- Rhein in Flammen – Am ersten Wochenende im Mai in der Rheinaue
- Rheinkultur – Jährliches "Umsonst und draußen"-Musikfestival in der Rheinaue. Normalerweise am ersten Juli-Wochenende.
- Pützchens Markt (Jährlicher Jahrmarkt) – Am zweiten Wochenende im September
- Bierbörse – Am letzten Wochenende im Juli in der Rheinaue
Karneval
Bonn zählt zu den rheinischen Karnevalshochburgen, wenngleich man immer im Schatten des größeren Kölner Karnevals stand. Im Beueler Rathaus übernimmt an Weiberfastnacht die Wäscherprinzessin die Regentschaft, das Alte Rathaus in Bonn wird am Karnevalssonntag von den Stadtsoldaten belagert und erobert. Höhepunkt ist auch in Bonn der Rosenmontagszug.Dialekt
In Bonn wird ursprünglich der ripuarische Dialekt Bönnsch gesprochen, der sich vom eng verwandten Kölsch neben einigen Vokabeln durch den ausgeprägteren „Singsang“ und die gemächlichere Sprechgeschwindigkeit unterscheidet. Wegen des hohen Anteils von Zugezogenen (Immis) aus Hauptstadtzeiten ist das Bönnsch im Alltagsleben nicht mehr so präsent wie das Kölsch in Köln. Bekanntester Pfleger des bönnschen Dialekts ist der in Südtirol (!) geborene Kabarettist Konrad Beikircher.Sport
- 1. Badminton Club Beuel - Deutscher Meister 2004/2005
- BG Rentrop Bonn - Basketball-Bundesligist - Frauen
- Bonner Sport-Club - Fußball
- SSF Bonn - Bonns größter Sportverein
- Telekom Baskets Bonn - Basketball-Bundesligist
Wirtschaft
Arbeitsmarkt
Nach dem Wegzug der Bundesregierung hat sich der Arbeitmarkt in Bonn gewandelt. War Bonn bis Ende der 90er Jahre vorwiegend Verwaltungsstandort, so hat seitdem der Dienstleistungssektor an Bedeutung gewonnen, ebenso der Forschungsbereich und die Telekommunikationsbranche. Größter Arbeitgeber in Bonn ist die Universität (inkl. Universitätsklinikum).Bonn hat seit Jahren mit die niedrigste Arbeitslosenquote in Nordrhein-Westfalen (zusammen mit Coesfeld und Rheine). Ein großer Teil der in Bonn Beschäftigten kommt als Pendler aus dem umliegenden Rhein-Sieg-Kreis. Täglich fahren 80.000 Menschen nach Bonn zur Arbeit, während 30.000 Bonner außerhalb der Stadtgrenze ihrer Beschäftigung nachgehen. Damit hat Bonn nach Köln und Düsseldorf den dritthöchsten Pendlerüberschuss in NRW.
Verkehr
Bonn ist über die Autobahnen A 59, A 555, A 562, und A 565 und die Bundesstraßen B 9 und B 56 an das Fernstraßennetz angebunden.
Der Bonner Hauptbahnhof ist Fernverkehrshalt der Deutschen Bahn an der linken Rheinstrecke (Köln-Bonn-Koblenz-Mainz). Der Bahnhof Siegburg/Bonn an der ICE-Neubaustrecke Köln-Frankfurt ist mit der Stadtbahnlinie 66 in 30 Minuten zu erreichen. Die 6 Bonner Bahnhöfe und Haltepunkte werden von zahlreichen SPNV-Linien bedient. In Richtung Köln verkehren 3 (linksrheinisch) beziehungsweise 2 (rechtsrheinisch) Nahverkehrslinien im Stundentakt, in Richtung Koblenz links- wie rechtsrheinisch jeweils 2 Linien. Außerdem besteht eine stündliche Verbindung über Remagen ins Ahrtal. Die Verbindung nach Euskirchen über Rheinbach (Voreifelbahn) wird zum Teil im 15-Minuten-Takt bedient.
Bonn besitzt ein durch die Stadtwerke Bonn Verkehrs GmbH betriebenes Stadtbahn-/Straßenbahnnetz mit etwa 6 Linien (je nach Zählweise), das tagsüber im 10-Minuten-Takt bedient wird, die abendlichen Taktzeiten wurden 2002 stark ausgedünnt. Neben innerstädtischen Verbindungen bedient die Stadtbahn Bonn auch Siegburg, Sankt Augustin, Königswinter und Bad Honnef. Zwei Linien verkehren auf Eisenbahnstrecken der ehemaligen Köln-Bonner Eisenbahn (KBE) nach Köln über Brühl beziehungsweise Wesseling im 20-Minuten-Takt.
Bonn besitzt ein sehr dichtes Busnetz mit etwa 30 Linien, das weitestgehend im 20-Minuten-Takt bedient wird. Teilweise entstehen durch Linienbündelung Taktzeiten von 5 Minuten. Der Spätverkehr wurde 2002 auf Beschluss der Ratsmehrheit stark ausgedünnt. Daneben existiert ein Nachtbus-Netz mit 8 Linien, die stündlich untereinander Anschlüsse herstellen. Das Nachtbus-Netz wird zum Teil durch Sponsoring finanziert, das heißt jede Linie trägt den Namen eines Sponsors, der Bus (tagsüber im normalen Linienverkehr) trägt passende Ganzreklame.
Das Radwegenetz der Stadt Bonn wurde zwischen 1994 und 1999 stark ausgebaut, einige Radwege wurden jedoch inzwischen zurückgebaut. Trotzdem trägt die Stadt den Titel Fahrradfreundliche Stadt in Nordrhein-Westfalen
Ansässige Unternehmen
Bedeutende Firmen in Bonn
- Bonnfinanz
- Deutsche Post AG
- Deutsche Postbank AG
- Deutsche Telekom AG
- Fairtrade Labelling Organizations International
- Fernsehsender PHOENIX und WDR-Büro Bonn
- Haribo
- Moeller GmbH
- SolarWorld AG
- Tank & Rast AG
- T-Mobile
- Toll Collect
- Verpoorten
Medien
Tageszeitungen
- General-Anzeiger
- Bonner Rundschau
- Bonn Express – Lokalausgabe des Express
- Die Schnüss – Das Bonner Stadtmagazin – erscheint monatlich
- Radio Bonn/Rhein-Sieg – ein Lokalradiosender mit Rahmenprogamm von Radio NRW
- Deutsche Welle – sie hat ihre Zentrale in Bonn
Öffentliche Einrichtungen
Bildung und Forschung
und jetziges Hauptgebäude der Universität
- Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität; Die Universität wurde 1777 als Akademie gegründet und 1798 geschlossen. 1818 wurde sie neu gegründet und gehört seitdem zu den größten Universitäten Deutschlands.
- Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg; Die Fachhochschule wurde 1995 gegründet. Obwohl sie Bonn in ihrem Namen trägt, befindet sich innerhalb der Stadt kein Studienstandort. Sitz der Fachhochschule ist Sankt Augustin, weitere Standorte befinden sich in Rheinbach und Hennef.
- Fachhochschule für das öffentliche Bibliothekswesen Bonn; Die Fachhochschule wurde 1921 vom Borromäus-Verein gegründet und 1947 vom Land Nordrhein-Westfalen staatlich anerkannt. Seit 1982 trägt sie ihren heutigen Namen. Im Jahre 2004 wurde die Fachhochschule aufgelöst.
- Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung - Fachbereich Auswärtige Angelegenheiten; Die Fachhochschule ist eine bundesweite Einrichtung für die Ausbildung von Beamten des gehobenen Dienstes. Ihr Hauptsitz befindet sich in Brühl bei Bonn. Innerhalb von Bonn befindet sich der Fachbereich Auswärtige Angelegenheiten. Weitere Standorte der Fachhochschule sind unter anderem Mannheim, Rostock, Schwerin und Lübeck.
- Max-Planck-Institut für Mathematik
- Max-Planck-Institut für Radioastronomie
- Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern
- Volkssternwarte Bonn
- Forschungszentrum caesar
Vereinte Nationen
Insgesamt 12 Einrichtungen der UN haben ihren Sitz in Bonn: (siehe auch folgende Liste)
- Freiwilligenprogramm der Vereinten Nationen (UNV)
- Sekretariat des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen zu Klimaänderungen (UNFCCC)
- Sekretariat des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD)
- Sekretariat des Übereinkommens zur Erhaltung wandernder, wildlebender Tierarten (UNEP/CMS)
- Sekretariat des Abkommens zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (UNEP/AEWA)
- Sekretariat des Abkommens zur Erhaltung der Kleinwale in Nord- und Ostsee (UNEP/ASCOBANS)
- Sekretariat des Abkommens zur Erhaltung der europäischen Fledermauspopulationen (UNEP/EUROBATS)
- Internationales Zentrum der UNESCO für Berufsbildung (UNESCO/UNEVOC)
- Europäisches Zentrum für Umwelt und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation (WHO/ECEH)
- Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen (UNU-EHS)
- Sekretariat der Vereinten Nationen für die Internationale Strategie zur Katastrophenvorsorge Plattform zur Förderung von Frühwarnung (UN/ISDR-PPEW)
- Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen/ Verbindungsbüro in Deutschland (RUNIC)
Bundesbehörden
Hier eine Übersicht über die Bundesbehörden beziehungsweise -organe in Bonn.Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
StatueLudwig van Beethoven ist zweifellos der berühmteste Sohn der Stadt.
Andere Personen, die in Bonn geboren sind oder aber in irgend einer Verbindung mit Bonn stehen, enthält die
Liste der Söhne und Töchter der Stadt Bonn.
Ehrenbürger
Siehe Liste der Ehrenbürger von Bonn
Weblinks
- www.bonn.de
- Einzelheiten über den Bonner Norden (Bonn-Castell)
- Stadtplan von Bonn
- Alle Infos zum Weltjugendtag 2005 in Bonn
- Veranstaltungskalender für Bonn