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Baden-Württemberg

Baden-Württemberg
(Details) (Details)
Basisdaten
Hauptstadt: Stuttgart
Fläche: 35.751,65 km²
Einwohner: 10.717.419 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte: 300 Einwohner je km²
Staatsform: republikanischer, demokratischer und
sozialer Rechtsstaat
Schulden: 3.507 € pro Einwohner (2004)
Schulden gesamt: 37,55 Mrd. € (2004)
: DE-BW
Offizielle Website: www.baden-wuerttemberg.de
Politik
Ministerpräsident: Günther Oettinger (CDU)
Regierende Parteien: CDU-FDP/DVP-Koalition
Sitzverteilung im Landtag
(128 Sitze):
CDU 63
SPD 45
FDP/DVP 10
B90/Grüne 10
letzte Wahl: 25. März 2001
nächste Wahl: 26. März 2006
Parlamentarische Vertretung
Stimmen im Bundesrat: 6
Karte

Baden-Württemberg ist ein Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. Es grenzt an die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern sowie an die Schweizer Kantone Basel-Stadt, Basel-Land, Aargau, Schaffhausen, Thurgau und Zürich und an das Elsass in Frankreich.

Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
2 Wappen
3 Geografie
4 Verwaltungsgliederung
5 Landschaften
6 Politik
7 Wirtschaft
8 Kultur
9 Weblinks

Geschichte

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden der nördliche Teil der ehemaligen Länder der Weimarer Republik Baden und Württemberg Teil der amerikanischen Besatzungszone. Der südliche Teil inklusive des ehemals preußischen Hohenzollerns wurde Teil der französischen Besatzungszone. Die Grenze der beiden Besatzungszonen wurde so gewählt, dass die Autobahn Karlsruhe-München (heutige A 8) auf der ganzen Strecke innerhalb der amerikanischen Besatzungszone lag. Grenzen waren die jeweiligen Kreisgrenzen. Die Militärregierungen der Besatzungszonen gründeten 1945/46 die Länder Württemberg-Baden in der amerikanischen, sowie Baden und Württemberg-Hohenzollern in der französischen Zone. Diese Länder wurden im Zuge der Gründung der Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 1949 zu Bundesländern.

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland enthält über den Artikel 29 GG den Auftrag zur Neugliederung von Bundesländern, "um zu gewährleisten, dass die Länder nach Größe und Leistungsfähigkeit die ihnen obliegenden Aufgaben wirksam erfüllen können." (Art. 29 Abs. 1). Um nach Inkrafttreten des Grundgesetzes eine Regelung durch den Bund zu vermeiden, führten die drei Länder am 24. September 1950 eine Probeabstimmung und am 16. Dezember 1951 eine Volksabstimmung zur Vereinigung durch. In beiden Abstimmungen votierten die Wähler insgesamt im Abstimmungsgebiet (Württemberg mit 90% und Baden mit 47%) für eine Fusion, im Landesteil Baden allerdings mit Mehrheit für eine Wiederherstellung des alten Landes Baden. Das Bundesland Baden-Württemberg wurde daraufhin am 25. April 1952 gegründet. Die am 19. November 1953 in Kraft getretene Landesverfassung wurde von der Verfassungsgebenden Landesversammlung beschlossen und nicht durch eine Volksabstimmung bestätigt. Erster Ministerpräsident des Landes wurde Reinhold Maier (DVP). Auf Grund von Mängeln im Zuschnitt der Abstimmungsgebiete bei der Volksabstimmung 1951 verfügte das Bundesverfassungsgericht eine Neuauflage der Volksabstimmnung im Landesteil Baden, die allerdings erst 1970 auf Basis eines Bundesgesetzes durchgeführt wurde. Der Zusammenschluss zum Bundesland Baden-Württemberg wurde hierbei von den Badenern mit 81,9% der abgegebenen Stimmen bestätigt.

Wappen

Das Wappen zeigt drei schreitende Löwen auf goldenem Grund. Dies ist das Wappen der Staufer und Herzöge von Schwaben. Über dem großen Landeswappen befinden sich die sechs Wappen der historischen Landschaften, aus denen oder deren Teilen Baden-Württemberg gebildet worden ist. Es sind dies: Vorderösterreich (rot-weiß-rot geteilter Schild), Kurpfalz (steigender Löwe), Württemberg (drei Hirschstangen), Baden (roter Schrägbalken), Hohenzollern (schwarz-weiß geviert) und Franken (drei silberne Spitzen auf rotem Grund). Dabei sind die Wappen Badens und Württembergs in Größe etwas hervorgehoben. Schildhalter sind der badische Greif und der württembergische Hirsch. Bild:Bw_signet.png|freies Landessignet Bild:Landeswappen des Landes Baden-Württemberg.png|kleines Wappen von Baden-Württemberg Bild:Flagge Baden Wuerttemberg.png|Landesdienstflagge des Landes Baden-Württemberg

Geografie

Das Bundesland in Süddeutschland steht flächen- und einwohnerzahlenmäßig an dritter Stelle unter den deutschen Bundesländern.

Die größten Flüsse sind der Rhein mit einem Anteil von 437 km, der Neckar mit 367 km, die Donau mit einem Anteil von 251 km, die Jagst mit 203 km und der Kocher mit 182 km. Am Ufer des Bodensees hat das Land einen Anteil von 155 km².

Die höchsten Erhebungen sind der Feldberg mit 1.493 m, der Belchen mit 1.414 m (beide im Südschwarzwald), der Kandel mit 1.241 m im mittleren Schwarzwald, die Hornisgrinde mit 1.164 m im Nordschwarzwald und der Lemberg mit 1.015 m bei Rottweil(Schwäbische Alb). Der niedrigste Punkt ist der Rheinpegel bei Mannheim mit 85 m über NN.

Das größte Mittelgebirge des Landes ist der weit ausgedehnte Schwarzwald, der auch das größte Gebirge dieser Art in Deutschland ist. Außerdem liegt die langgestreckte Schwäbische Alb innerhalb des Landes. Neben Hessen und Bayern hat das Land auch Anteil am Odenwald dessen höchster Berg, der Katzenbuckel (626 m), befindet sich in Baden-Württemberg. Für weitere Berge siehe: Liste der Berge in Baden-Württemberg.

Verwaltungsgliederung

Baden-Württemberg ist eingeteilt in 4 Regierungsbezirke, 12 Regionen (mit je einem Regionalverband) sowie 35 Landkreise und 9 Stadtkreise.

Regierungsbezirke

Regionen

Landkreise

mit den Kfz-Kennzeichen in Klammern:

  1. Alb-Donau-Kreis (UL)
  2. Biberach (BC)
  3. Bodenseekreis (FN)
  4. Böblingen (BB)
  5. Breisgau-Hochschwarzwald (FR)
  6. Calw (CW)
  7. Konstanz (KN)
  8. Emmendingen (EM)
  9. Enzkreis (PF)
  10. Esslingen (ES)
  11. Freudenstadt (FDS)
  12. Göppingen (GP)
  13. Heidenheim (HDH)
  14. Heilbronn (HN)
  15. Hohenlohekreis (KÜN)
  16. Karlsruhe (KA)
  17. Lörrach (LÖ)
  18. Ludwigsburg (LB)
  1. Main-Tauber-Kreis (TBB)
  2. Neckar-Odenwald-Kreis (MOS)
  3. Ortenaukreis (OG)
  4. Ostalbkreis (AA)
  5. Rastatt (RA)
  6. Ravensburg (RV)
  7. Rems-Murr-Kreis (WN)
  8. Reutlingen (RT)
  9. Rhein-Neckar-Kreis (HD)
  10. Rottweil (RW)
  11. Schwäbisch Hall (SHA)
  12. Schwarzwald-Baar-Kreis (VS)
  13. Sigmaringen (SIG)
  14. Tübingen (TÜ)
  15. Tuttlingen (TUT)
  16. Waldshut (WT)
  17. Zollernalbkreis (BL)
Zum Landkreis Konstanz gehört auch die Exklave Büsingen am Hochrhein (BÜS), die völlig vom Schweizer Kanton Schaffhausen umschlossen ist.

Die Landkreise haben sich 1956 zum Landkreistag Baden-Württemberg zusammengeschlossen.

Stadtkreise

  1. Baden-Baden (BAD)
  2. Freiburg im Breisgau (FR)
  3. Heidelberg (HD)
  1. Heilbronn (HN)
  2. Karlsruhe (KA)
  3. Mannheim (MA)
  1. Pforzheim (PF)
  2. Stuttgart (S)
  3. Ulm (UL)

Städte und Gemeinden

Die 35 Landkreise unterteilen sich in insgesamt 1.101 Städte und Gemeinden (darunter 89 Große Kreisstädte) und 2 gemeindefreie Gebiete (davon 1 bewohnt) (Stand: 1. Januar 2005).

Die 100 Städte Baden-Württembergs mit mehr als 20.000 Einwohnern. Es handelt sich um die 9 Stadtkreise, alle 89 Großen Kreisstädte und zusätzlich um die Städte Eislingen/Fils und Waldkirch, bei denen mit der Erhebung zur "Großen Kreisstadt" gerechnet werden kann:

  1. Aalen
  2. Achern
  3. Albstadt
  4. Backnang
  5. Bad Mergentheim
  6. Bad Rappenau
  7. Baden-Baden
  8. Balingen
  9. Biberach an der Riß
  10. Bietigheim-Bissingen
  11. Böblingen
  12. Bretten
  13. Bruchsal
  14. Bühl
  15. Calw
  16. Crailsheim
  17. Ditzingen
  18. Donaueschingen
  19. Ehingen (Donau)
  20. Eislingen/Fils
  21. Ellwangen (Jagst)
  22. Emmendingen
  23. Esslingen am Neckar
  24. Eppingen
  25. Ettlingen
  26. Fellbach
  27. Filderstadt
  28. Freiburg im Breisgau
  29. Freudenstadt
  30. Friedrichshafen
  31. Heidenheim an der Brenz
  32. Herrenberg
  33. Gaggenau
  34. Geislingen an der Steige
  1. Giengen an der Brenz
  2. Göppingen
  3. Heidelberg
  4. Heilbronn
  5. Hockenheim
  6. Horb am Neckar
  7. Karlsruhe
  8. Kehl
  9. Kirchheim unter Teck
  10. Konstanz
  11. Kornwestheim
  12. Lahr/Schwarzwald
  13. Leinfelden-Echterdingen
  14. Leimen (Baden)
  15. Leonberg
  16. Leutkirch im Allgäu
  17. Lörrach
  18. Ludwigsburg (Württemberg)
  19. Mannheim
  20. Metzingen
  21. Mosbach
  22. Mühlacker
  23. Nagold
  24. Neckarsulm
  25. Nürtingen
  26. Oberkirch (Baden)
  27. Öhringen
  28. Offenburg
  29. Ostfildern
  30. Pforzheim
  31. Radolfzell am Bodensee
  32. Rastatt
  33. Ravensburg
  34. Remseck am Neckar
  1. Reutlingen
  2. Rheinfelden (Baden)
  3. Rheinstetten
  4. Rottenburg am Neckar
  5. Rottweil
  6. Schorndorf
  7. Schramberg
  8. Schwäbisch Gmünd
  9. Schwäbisch Hall
  10. Schwetzingen
  11. Sindelfingen
  12. Singen (Hohentwiel)
  13. Sinsheim (Elsenz)
  14. Stutensee
  15. Stuttgart
  16. Tübingen
  17. Tuttlingen
  18. Überlingen
  19. Ulm
  20. Vaihingen an der Enz
  21. Villingen-Schwenningen
  22. Waiblingen
  23. Waldshut-Tiengen
  24. Waldkirch
  25. Wangen im Allgäu
  26. Weil am Rhein
  27. Weingarten (Württemberg)
  28. Weinheim (Bergstraße)
  29. Weinstadt
  30. Wertheim am Main
  31. Wiesloch
  32. Winnenden

siehe auch Liste der Orte in Baden-Württemberg

Landschaften

Politik

Siehe auch: Politik Baden-Württembergs, Verfassung des Landes Baden-Württemberg, Portal Baden-Württemberg

Der Ministerpräsident ist Chef der Landesregierung von Baden-Württemberg, die aus Ministern und Staatssekretären und ehrenamtlichen Staatsräten besteht. Die Ministerpräsidenten seit 1952:

Baden-Württemberg ist traditionell konservativ geprägt, aber auch die FDP (hier FDP/DVP) und in neuerer Zeit Bündnis 90/Die Grünen sind in Baden-Württemberg traditionell stark. Während der Ministerpräsident bis auf 1952/1953 immer von der CDU gestellt wurde, waren an der Regierung teilweise auch die FDP/DVP beziehungsweise die SPD (Große Koalition) beteiligt. Während der 1990er Jahre waren die Republikaner im Landtag vertreten.

Wirtschaft

Baden-Württemberg ist Zentrum der Automobilindustrie (DaimlerChrysler, Porsche, Robert Bosch GmbH, Audi) mit Standorten in Stuttgart, Sindelfingen, Neckarsulm, Mannheim, Rastatt und Ulm. Im Schwarzwald war früher die Feinmechanik, insbesondere die Uhrenindustrie sowie später die Unterhaltungselektronik, sehr bedeutend (Junghans, Kienzle, SABA, Dual), ebenso die Textilindustrie, welche hauptsächlich auf der Schwäbischen Alb beheimatet war und auch heute noch ist (Hugo Boss,Trigema,Steiff). Der zweitgrößte Binnenhafen Europas befindet sich in Mannheim. In Walldorf ist das größte europäische Software-Unternehmen (SAP) beheimatet.

Kultur

In Baden-Württemberg werden seit 1978 die Heimattage Baden-Württemberg veranstaltet.

Religion

Sprache

In Baden-Württemberg werden fränkischee und alemannische Dialekte des Hochdeutschen gesprochen.

Weblinks


Deutsche Bundesländer
Baden-Württemberg | Bayern | Berlin | Brandenburg | Bremen | Hamburg | Hessen | Mecklenburg-Vorpommern | Niedersachsen | Nordrhein-Westfalen | Rheinland-Pfalz | Saarland | Sachsen | Sachsen-Anhalt | Schleswig-Holstein | Thüringen



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