Agenda 2000
| Inhaltsverzeichnis |
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2 Reform der Strukturpolitik 3 Finanzrahmen 4 Weblink |
Reform der Agrarpolitik
Hintergrund
Die gemeinsame Agrarpolitik wurde bereits bei der Gründung der Europäischen Wirtschaftgemeinschaft 1957 in die Verträge aufgenommen. Ziel war die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln sicherzustellen um Hunger, wie während und nach den beiden Weltkriegen, zu verhindern. Um die Produktion zu steigern wurden unter anderem die folgenden Maßnahmen beschlossen:
- Die Preise für die landwirtschaftlichen Produkte wurden von der EG garantiert. Produkte, die für den garantierten Preis (Interventionspreis) nicht abgesetzt werden konnten, wurden von staatlichen Stellen aufgekauft.
- Die EG garantierte die Abnahme grundsätzlich aller hergestellten landwirtschaftlichen Produkte (Abnahmegarantie).
- Da die Weltmarktpreise geringer waren, wurden die Lebensmittel bei der Einfuhr mit Abgaben belegt, die die Differenz ausglichen. Außerdem wurde eine Obergrenze für die Einführung landwirtschaftlicher Produkte eingeführt.
siehe auch Gemeinsame Agrarpolitik
Reform
Die Stützpreise für Rindfleisch werden um etwa 30%, für Getreide um 20% und Milch um 15% gesenkt werden. Die Entkopplung der Preise muss spätestens bis zum 1. Januar 2007 erfolgen, es ist den Mitgliedsstaaten aber freigestellt bereits im Jahre 2005 damit zu beginnen. Der Einkommensverlust soll durch Direktzahlungen, die unabhängig von der produzierten Menge sind, (zumindest teilweise) ausgeglichen werden.
Außerdem sollen Umweltziele in der Landwirtschaft stärker berücksichtigt werden. Die Agenda sieht die Aufgabe der Landwirte hauptsächlich in der Landschaftspflege, erst als sekundäres Ziel wird die Produktion von Lebensmitteln genannt. Verstoßen Landwirte gegen geltende Tier-, Umwelt oder Arbeitsschutzauflagen müssen diese mit Kürzungen bis zu einem viertel der Prämien rechnen. Ländliche Regionen sollen in Zukunft stärker gefördert werden.
Durch die Maßnahme, die Preise zu senken und hohe Qualität zu fördern, hofft die Europäische Union Lebensmittelskandale wie BSE und die Maul- und Klauenseuche zu verhindern und die Überproduktion zu verringern. Die Landwirte sollen ihre Produktion mehr an den Bedürfnissen des Markes ausrichten als bisher.
Reform der Strukturpolitik
Mit der Agenda 2000 wurde außerdem eine Reform der Strukturpolitik beschlossen, die allerdings wesentlich weniger weitreichend ist, wie die Reform der Agrarpolitik. Hauptziel der Reform ist die bessere Ausnutzung der Mittel.
Die Strukturpolitik hat die Aufgabe, die Lebensverhältnisse innerhalb der Union anzupassen.
Finanzrahmen
Um eine Kostenexplosion nach der Osterweiterung zu verhindern, wurden die Zahlungen im Zeitraum zwischen dem Jahr 2000 und dem Jahr 2006 auf 213 Milliarden Euro begrenzt. Davon entfallen 195 Milliarden Euro auf die Strukturpolitik und 18 Milliarden Euro auf die Kohäsionsfonds.
Weblink
- Offizielle Seite der EU über die Agenda 2000
- Informationen der Bundesregierung zur Agenda 2000
- MDR - Informationen zur Agenda 2000