Żnin
] (1939-1945 Dietfurt) ist eine Stadt in der polnischen Woiwodschaft Kujawien-Pommern und liegt beiderseits der Gonsawka (poln. Gąsawka) zwischen dem Großen und Kleinen Zniner See (poln. Jezioro Duże Żnińskie und J. Małe Żnińskie) etwa 30 km südwestlich von Bromberg. Żnin ist Sitz eines Landkreises (powiat żnińskie) und hat ca. 14.600 Einwohner.
Geografische Lage: 74 m über NN, Koordinaten: 52° 49' N, 17° 42' O
Geschichte
Die Entstehung des Ortes geht wahrscheinlich auf das 11. Jahrhundert zurück. Die älteste schriftliche Erwähnung findet sich in einem päpstlichen Dokument aus dem Jahr 1136, welches diesen und weitere 29 Orte in das Eigentum des Erzbischofs von Gnesen übergab. 1148 wurde in Żnin ein eigenes Bistum eingerichtet. Zu dieser Zeit war die Stadt auch Sitz einer Kastellanei. Als Datum der Erhebung zur Stadt wird manchmal 1272 angegeben, jedoch gingen die entsprechenden Dokumente schon im Mittelalter verloren. 1331 wurde Żnin von Deutschordensrittern niedergebrannt. Nach dem Wiederaufbau wurde die Stadt befestigt. König Kasimir der Große hielt sich mehrmals in Żnin auf und bestätigte die alten Privilegien der Stadt. Ab 1374 war Żnin auch eine bevorzugte Residenz der Erzbischöfe von Gnesen. In der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts entvölkerten Pest, Hunger und wiederholte Brände die Stadt. Durch die 2. Polnische Teilung; kam Żnin 1774 an Preußen. Während der Napoleonischen Zeit wurde es 1807 Teil des Herzogtums Warschau (1809 Großherzogtum), wurde aber vom Wiener Kongress 1815 wieder Preußen zugesprochen. 1919/20 kam es an Polen. Während der deutschen Besetzung im 2. Weltkrieg trug die Stadt den Namen Dietfurt.
Weblinks